🌍 Lebensrealitäten von Sinti*zze und Rom*nja
Dieser Wissensbereich macht die Vielfalt der Lebensrealitäten von Sinti*zze und Rom*nja sichtbar und wirkt der Vorstellung homogener Gruppen entgegen. Ziel ist es, alltagsnahe Erfahrungen, unterschiedliche Lebenslagen und strukturelle Rahmenbedingungen darzustellen – ohne zu problematisieren oder zu verallgemeinern.
Die Inhalte unterstützen Fachkräfte dabei, individuelle Situationen sensibel einzuordnen und stereotype Deutungen zu vermeiden.
🗣️ Sprache und Mehrsprachigkeit
Viele Sinti*zze und Rom*nja wachsen mehrsprachig auf. Neben Romanes (einer eigenständigen Sprache mit regionalen Varianten) werden häufig Deutsch und weitere Sprachen gesprochen.
Mehrsprachigkeit ist eine Ressource, die im Bildungssystem jedoch nicht immer anerkannt wird.
Fehlannahmen über Sprache können zu Missverständnissen, falschen Förderdiagnosen oder Abwertung führen. Eine differenzierte Einordnung unterstützt eine sprachsensible pädagogische Praxis.
📚 Bildungserfahrungen
Die Bildungswege von Sinti*zze und Rom*nja sind vielfältig. Neben erfolgreichen Bildungsbiografien zeigen Studien zugleich strukturelle Barrieren – etwa frühe Selektion, niedrige Erwartungen, Diskriminierung oder mangelnde Anerkennung von Mehrsprachigkeit.
Übergänge zwischen Schule, Ausbildung und Beruf stellen häufig kritische Punkte dar.
Diese Erfahrungen sind nicht Ausdruck fehlender Motivation, sondern Ergebnis institutioneller Rahmenbedingungen.
🏘️ Wohnen und kommunale Praxis
Wohnsituationen werden maßgeblich durch kommunale Entscheidungen, Wohnungsmarktbedingungen und Verwaltungspraktiken geprägt.
Segregation, prekäre Wohnverhältnisse oder wiederholte Wohnortwechsel beeinflussen Bildung, Gesundheit und soziale Teilhabe.
Für Fachkräfte ist es entscheidend, diese strukturellen Faktoren mitzudenken – nicht als individuelle Problemlagen zu interpretieren.
📺 Medienbilder und ihre Wirkung
Mediale Darstellungen prägen gesellschaftliche Bilder von Sinti*zze und Rom*nja stark.
Oft reproduzieren sie stereotype Narrative, etwa über Armut, Konflikte oder „Abweichung“.
Solche Bilder wirken in pädagogischen und sozialen Kontexten weiter – sie beeinflussen Erwartungen, Beziehungen und Entscheidungen.
Eine kritische Einordnung unterstützt Fachkräfte dabei, implizite Vorannahmen zu reflektieren.
🌐 Migration und EU-Binnenmigration
Ein Teil der Rom*nja lebt in transnationalen Kontexten oder ist im Rahmen der EU-Binnenmigration nach Deutschland gekommen.
Diese Mobilität ist rechtlich und sozial unterschiedlich gerahmt – sie darf nicht pauschal problematisiert werden.
Migration ist kein identitätsstiftendes Merkmal aller Rom*nja und Sinti*zze, sondern eine von vielen Lebensrealitäten, die kontextualisiert betrachtet werden müssen.
🧭 Kurzkontext – Warum diese Perspektive wichtig ist
Die Auseinandersetzung mit Lebensrealitäten hilft Fachkräften, individuelle Situationen differenziert wahrzunehmen, strukturelle Bedingungen zu erkennen und professionelle Beziehungen vorurteilsbewusst zu gestalten.
🏘️ Wohnen und kommunale Praxis
Wohnsituationen werden maßgeblich durch kommunale Entscheidungen, Wohnungsmarktbedingungen und Verwaltungspraktiken geprägt.
Segregation, prekäre Wohnverhältnisse oder wiederholte Wohnortwechsel beeinflussen Bildung, Gesundheit und soziale Teilhabe.
Für Fachkräfte ist es entscheidend, diese strukturellen Faktoren mitzudenken – nicht als individuelle Problemlagen zu interpretieren.
🌐 Migration und EU-Binnenmigration
Ein Teil der Rom*nja lebt in transnationalen Kontexten oder ist im Rahmen der EU-Binnenmigration nach Deutschland gekommen.
Diese Mobilität ist rechtlich und sozial unterschiedlich gerahmt – sie darf nicht pauschal problematisiert werden.
Migration ist kein identitätsstiftendes Merkmal aller Rom*nja und Sinti*zze, sondern eine von vielen Lebensrealitäten, die kontextualisiert betrachtet werden müssen.
📺 Medienbilder und ihre Wirkung
Mediale Darstellungen prägen gesellschaftliche Bilder von Sinti*zze und Rom*nja stark.
Oft reproduzieren sie stereotype Narrative, etwa über Armut, Konflikte oder „Abweichung“.
Solche Bilder wirken in pädagogischen und sozialen Kontexten weiter – sie beeinflussen Erwartungen, Beziehungen und Entscheidungen.
Eine kritische Einordnung unterstützt Fachkräfte dabei, implizite Vorannahmen zu reflektieren.
🧭 Kurzkontext – Warum diese Perspektive wichtig ist
Die Auseinandersetzung mit Lebensrealitäten hilft Fachkräften, individuelle Situationen differenziert wahrzunehmen, strukturelle Bedingungen zu erkennen und professionelle Beziehungen vorurteilsbewusst zu gestalten.
🔗 Weiterführende Themen auf dieser Wissenspattform
Praxisbaustein: Mehrsprachigkeit professionell einordnen
Praxisbaustein: Medienbilder erkennen
Praxisbaustein: Migration kontextualisieren, nicht problematisieren
Praxisbaustein Strukturen, Macht & Institutionen
🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:
Keine Bildung und Armut? Der Blick auf Romnja-Empowerment.
[Link öffnet neue Website – geprüft am 28.09.2025.]
(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)
🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:
Junge Rom*nja über Diskriminierung
[Link öffnet neue Website – geprüft am 28.09.2025.]
(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)
🎓 Fortbildungshinweise
Wenn Sie die einzelnen Themen vertiefen oder im Team weiterdenken möchten stehen begleitend Fortbildungsangebote zur Verfügung.
🌐 Externe Quellen / Materialien (außerhalb)
📄Studie zu Rassismuserfahrungen von Sinti:zze und Rom:nja in Deutschland
Herausgeber*in: Alice Salomon Hochschule
Letzte Überprüfung des Links: 29.09.2025