🧱 Strukturen, Macht & Institutionen

Dieser Wissensbereich richtet den Blick gezielt auf institutionelle Rahmenbedingungen, in denen Diskriminierung entsteht, fortwirkt oder verstärkt wird. Ziel ist es, den Fokus von individuellen Zuschreibungen und vermeintlichem Fehlverhalten Einzelner auf Systeme, Routinen und Machtverhältnisse zu verschieben. Die Inhalte unterstützen Fachkräfte dabei, institutionelle Verantwortung zu erkennen und professionelles Handeln reflexiv einzuordnen.

🏛️ Institutionelle Praktiken in Schule, Verwaltung und Jugendhilfe

In Schule, Verwaltung und Jugendhilfe wirken Regeln, Verfahren und alltägliche Routinen, die nicht neutral sind. Aufnahmeverfahren, Förderentscheidungen, Zuständigkeitsklärungen oder standardisierte Kommunikationsformen können – oft unbeabsichtigt – Ausschlüsse reproduzieren. Für Sinti*zze und Rom*nja führen solche Praktiken häufig zu wiederholten Benachteiligungen. Die Analyse institutioneller Praktiken hilft, Diskriminierung als strukturelles Phänomen zu verstehen und nicht zu individualisieren.

🏙️ Kommunale Strategien

Kommunale Handlungsmuster prägen maßgeblich die Lebensrealitäten vor Ort. Strategien wie die Verschiebung von Zuständigkeiten, Verdrängung aus dem öffentlichen Raum oder problematisierende Diskurse („Problemlagen“, „Belastungen“) wirken regulierend und ausgrenzend. Diese Strategien sind Teil kommunaler Steuerung und müssen als solche analysiert werden, um ihre Auswirkungen auf Teilhabe, Wohnen und Bildung nachvollziehen zu können.

⚖️ Wirkung von Gesetzen, Förderlogiken und Diskursen

Gesetzliche Regelungen und Förderprogramme sind nicht nur rechtliche Instrumente, sondern strukturieren Handlungsspielräume. Förderlogiken können unbeabsichtigt selektiv wirken, wenn sie bestimmte Lebenslagen voraussetzen oder kurzfristige Anpassungen verlangen. Öffentliche Diskurse beeinflussen zusätzlich, wie Maßnahmen legitimiert und umgesetzt werden. Diese Ebenen wirken zusammen und formen institutionelle Praxis.

🧭 Verantwortung von Fachkräften im institutionellen Kontext

Fachkräfte handeln innerhalb bestehender Strukturen, sind ihnen jedoch nicht vollständig ausgeliefert. Professionelle Verantwortung bedeutet, institutionelle Routinen kritisch zu reflektieren, eigene Handlungsspielräume zu erkennen und diskriminierungssensible Praxis zu entwickeln. Dies schließt die Bereitschaft ein, bestehende Verfahren zu hinterfragen und auf strukturelle Veränderungen hinzuwirken.

🧩 Kurzkontext – Warum diese Perspektive zentral ist:

Die Verschiebung des Blicks auf Strukturen und Machtverhältnisse ermöglicht es, Diskriminierung als systemisches Problem zu erkennen. Sie entlastet Individuen von Schuldzuschreibungen und stärkt die Fähigkeit von Fachkräften, institutionelle Verantwortung wahrzunehmen.


⚖️ Wirkung von Gesetzen, Förderlogiken und Diskursen

Gesetzliche Regelungen und Förderprogramme sind nicht nur rechtliche Instrumente, sondern strukturieren Handlungsspielräume. Förderlogiken können unbeabsichtigt selektiv wirken, wenn sie bestimmte Lebenslagen voraussetzen oder kurzfristige Anpassungen verlangen. Öffentliche Diskurse beeinflussen zusätzlich, wie Maßnahmen legitimiert und umgesetzt werden. Diese Ebenen wirken zusammen und formen institutionelle Praxis.

🧩 Kontext – Warum diese Perspektive zentral ist:

Die Verschiebung des Blicks auf Strukturen und Machtverhältnisse ermöglicht es, Diskriminierung als systemisches Problem zu erkennen. Sie entlastet Individuen von Schuldzuschreibungen und stärkt die Fähigkeit von Fachkräften, institutionelle Verantwortung wahrzunehmen.

🧭 Verantwortung von Fachkräften im institutionellen Kontext

Fachkräfte handeln innerhalb bestehender Strukturen, sind ihnen jedoch nicht vollständig ausgeliefert. Professionelle Verantwortung bedeutet, institutionelle Routinen kritisch zu reflektieren, eigene Handlungsspielräume zu erkennen und diskriminierungssensible Praxis zu entwickeln. Dies schließt die Bereitschaft ein, bestehende Verfahren zu hinterfragen und auf strukturelle Veränderungen hinzuwirken.

📝 DINA NRW: Diskriminierung anonym melden (externe Meldestelle)

[Link öffnet neue Website – geprüft am 28.09.2025.]

🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:

Soziale Arbeit & Pädagogik im Spiegel von Rassismen von Isidora Randjelović

[Link öffnet neue Website – geprüft am 28.09.2025.]

(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)

🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:

Datenerhebung für die kommunale Gestaltung

[Link öffnet neue Website – geprüft am 28.09.2025.]

(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)

🌐 Externe Quellen / Materialien (außerhalb)

📄 Rom*nja und Sinti*zze zwischen Unsichtbarkeit und Stigmatisierung

Herausgeber*in: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW (IDA-NRW

→ Zur Zeitschrift-Ausgabe(externer Link)

Letzte Überprüfung des Links: 01.10.2055

🎓 Fortbildungshinweise

Wenn Sie die einzelnen Themen vertiefen oder im Team weiterdenken möchten stehen begleitend Fortbildungsangebote zur Verfügung.

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