🕰️ Historische Hintergründe & Kontinuitäten

📜 Diskriminierung als historischer Zusammenhang

Die Diskriminierung von Sinti*zze und Rom*nja ist kein neues Phänomen, sondern Teil einer langen historischen Kontinuität. Bereits vor 1933 waren sie in vielen europäischen Gesellschaften von Ausgrenzung, Sondergesetzen, polizeilicher Erfassung und sozialer Marginalisierung betroffen.

🔗 Frühe Kontrolle und gesellschaftliche Abwertung

Diese frühen Formen staatlicher Kontrolle und gesellschaftlicher Abwertung prägten Bilder und Praktiken, die im Nationalsozialismus weiter radikalisiert wurden.

🕯️ Nationalsozialismus und Genozid

Während des Nationalsozialismus mündete diese Verfolgung im Genozid an Sinti*zze und Rom*nja, der mit den Begriffen Porajmos („Verschlingen“) und Samudaripen („Massenmord“) bezeichnet wird.

🧭 Einordnung statt Detaildarstellung

Die Benennung dieses Verbrechens ist notwendig, um die Tiefe historischer Gewalt zu verstehen – ohne sie im Detail darzustellen. Entscheidend ist die Einordnung: Der Genozid war kein isoliertes Ereignis, sondern der extreme Ausdruck einer bereits etablierten rassistischen Ordnung (Gadjé-Rassismus).

🗂️ Kontinuitäten nach 1945

Nach 1945 setzte sich Ausgrenzung in veränderter Form fort. Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus blieb lange aus, Entschädigungen wurden verweigert oder verzögert, diskriminierende Verwaltungspraktien bestanden weiter.

⚖️ Anerkennungskämpfe und Nachgeschichte

Erst durch jahrzehntelange Anerkennungskämpfe – politische und gesellschaftliche Auseinandersetzungen um Gleichberechtigung und Sichtbarkeit – wurden schrittweise rechtliche und symbolische Fortschritte erreicht. Diese Nachgeschichte ist zentral, um zu verstehen, warum formale Gleichstellung nicht automatisch zu tatsächlicher Gleichbehandlung führt.

🧠 Erfahrung statt individueller Haltung

Für die Gegenwart ist diese historische Perspektive besonders relevant. Misstrauen gegenüber Institutionen (z. B. Schule, Verwaltung, Polizei) ist häufig keine individuelle Haltung, sondern Ausdruck einer erfahrungsbasierten Schutzreaktion.

🔄 Geschichte als Erfahrungswissen

Geschichte wirkt hier als Erfahrungswissen fort. Für Fachkräfte bedeutet dies, dass heutige Interaktionen nicht losgelöst von diesen historischen Erfahrungen betrachtet werden können. Sie sind Teil eines länger wirkenden Macht- und Ausgrenzungszusammenhangs.

🏛️ Strukturelle Einordnung statt Individualisierung

Historische Kontinuitäten erklären, warum Diskriminierung nicht allein durch „falsches Verhalten“ Einzelner entsteht, sondern strukturell verankert ist. Diese Einordnung unterstützt Fachkräfte dabei, professionelle Beziehungen sensibler zu gestalten und institutionelle Verantwortung mitzudenken, statt Probleme zu individualisieren.

🧩 Kurzkontext – Warum das heute relevant ist

Historische Kontinuitäten erklären, warum Diskriminierung nicht allein durch „falsches Verhalten“ Einzelner entsteht, sondern strukturell verankert ist. Diese Einordnung unterstützt Fachkräfte dabei, professionelle Beziehungen sensibel zu gestalten und institutionelle Verantwortung mitzudenken.




🔄 Geschichte als Erfahrungswissen

Geschichte wirkt hier als Erfahrungswissen fort. Für Fachkräfte bedeutet dies, dass heutige Interaktionen nicht losgelöst von diesen historischen Erfahrungen betrachtet werden können. Sie sind Teil eines länger wirkenden Macht- und Ausgrenzungszusammenhangs.

🧩 Kontext – Warum das heute relevant ist

Historische Kontinuitäten erklären, warum Diskriminierung nicht allein durch „falsches Verhalten“ Einzelner entsteht, sondern strukturell verankert ist. Diese Einordnung unterstützt Fachkräfte dabei, professionelle Beziehungen sensibel zu gestalten und institutionelle Verantwortung mitzudenken.

🏛️ Strukturelle Einordnung statt Individualisierung

Historische Kontinuitäten erklären, warum Diskriminierung nicht allein durch „falsches Verhalten“ Einzelner entsteht, sondern strukturell verankert ist. Diese Einordnung unterstützt Fachkräfte dabei, professionelle Beziehungen sensibler zu gestalten und institutionelle Verantwortung mitzudenken, statt Probleme zu individualisieren.

🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:

Sichtbarmachung der Wirklichkeit

[Link öffnet neue Website – geprüft am 28.09.2025.]

(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)

🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:

Wir sind hier! – Sinti*zze und Rom*nja unter uns

[Link öffnet neue Website – geprüft am 28.09.2025.]

(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)

🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:

Praxisbeispiel Jugendtreffen mit Zeitzeugen Zoni Weisz

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(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)

🎬 Externer Videolink zum Mitdenken:

Lasst unser Denkmal unberührt!

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(Hinweis: Es werden historische Gewalt- und Verfolgungskontexte sowie belastende Erfahrungen thematisiert; auch verletzende Fremdbezeichnungen werden als Thema angesprochen.)

🎓 Fortbildungshinweise

Wenn Sie die einzelnen Themen vertiefen oder im Team weiterdenken möchten stehen begleitend Fortbildungsangebote zur Verfügung.

→Weitere Informationen

🌐 Externe Quellen / Materialien (außerhalb)

📄 Rom*nja und Sinti*zze zwischen Unsichtbarkeit und Stigmatisierung

Herausgeber*in: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW (IDA-NRW

→ Zur Zeitschrift-Ausgabe(externer Link)

Letzte Überprüfung des Links: 01.10.2055